Oktober
Erntedankfeier in der Pfarrei Ehenfeld.
Ehenfeld. (fdl) Feierlich zog Pfarrvikar Pater Xavier zusammen mit Bürgermeisterin Beate Dietrich, mehreren Stadträten und den Fahnenabordnungen der Vereine beim Klang der Glocken in die Pfarrkirche St. Michael ein. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Kirchenchor unter der Leitung von Dorothea Meyer, an der Orgel Andreas Basler.
Pater Xavier erinnerte in seiner Predigt an den 800. Todestag des Hl. Franziskus. Dieser habe in Einklang mit der Natur gelebt und immer wieder daran erinnert, dass auch der Mensch Teil der Schöpfung ist. Der Zelebrant meinte: „Erntedank ist mehr als Tradition. Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir heute noch dankbar sein können. Erntedank ist die Einladung dankbar zu sein“.
Anschließend wurden bei den Fürbitten neben Brot und Wein auch Körbe mit Blumen, Lebensmitteln, Feldfrüchten, Schulsachen, Arbeitsmaterial und Fichtenzweigen zum Altar gebracht.
Neben all diesen Dingen wurde auch für den guten Zusammenhalt im Dorf gedankt. Nach dem Gottesdienst ging es im Festzug zur weltlichen Feier ins Gemeinschaftshaus, wo man auch zu Mittag essen konnte.

Die Erntegaben wurden von den Abordnungen der verschiedenen Gruppen im Dorf zum Altar gebracht. Pater Xavier zelebrierte den Gottesdienst.
Der neue Anbau des Gemeinschaftshauses feierlich eingeweiht.
Ehenfeld. (fdl) Nach dem Gottesdienst zur Erntedankfeier ging es im Festzug zum Gemeinschaftshaus, wo der neue Anbau in einem würdigen Rahmen eingeweiht wurde. Musikalisch umrahmt wurde der Zug von den „D Barsprinter“, die auch später beim Frühschoppen spielten. Dabei war der neue Pfarrvikar Pater Xavier mit den Ministranten, die Fahnenabordnungen der Vereine, Bürgermeisterin Beate Dietrich, viele Stadträte, Ehrengäste und eine große Anzahl der Dorfbevölkerung. Auf dem Platz vor dem Gebäude begrüßte der Vorstand der Dorfgemeinschaft Ehenfeld ( DGE ) Manuel Falk, die Anwesenden und dankte ihnen für die Teilnahme. Anschließend wurde für den erst kürzlich verstorbenen Franz Kustner eine Schweigeminute eingelegt. Dieser hatte nicht nur über Jahre Ehenfeld maßgeblich geprägt, sondern auch bis zu seiner schweren Erkrankung aktiv beim Anbau mitgearbeitet. Dann blickte Falk auf die letzten vier Jahre, von der Planung bis zur Fertigstellung zurück. Er dankte Architekt Heinrich Schwirzer für die fachliche Unterstützung, MdL. Dr. Harald Schwartz für die 15 000 Euro aus der Fraktionsinitiative und Bürgermeisterin Dietrich für die kompetente Hilfe durch die Stadtverwaltung. Das Amt für ländliche Entwicklung bezuschusste die Baumaßnahme mit 10 000 Euro. Insgesamt wurden 100 000 Euro investiert, die durch die DGE aufgebracht wurden. Diese niedere Bausumme wäre ohne die ca. 1200 ehrenamtlichen Arbeitsstunden vieler weiblicher und männlicher Dorfbewohner nicht möglich gewesen. Auch die Holzspenden aus dem Stadt- und Kirchenwald waren eine große Hilfe und die Unterstützung durch die Firmen, Falk Bau, Zimmerei Tobias Birner, Schreinerei Maier und Elektro Weigl, die auch die Kosten für das kostenlose Mittagessen der ehrenamtlichen Helfer übernommen haben. Dann segnete Pater Xavier den neuen massiven Holzanbau an das Gemeinschaftshaus und der Kirchenchor bereicherte die Veranstaltung mit einem Lied musikalisch. Nach den Grußworten von Bürgermeisterin Beate Dietrich und MdL. Dr. Harald Schwartz blickten die beiden Leiter des Bauprojekts, zweiter Vorsitzender Thomas Kummer und der Betriebsleiter des Gemeinschaftshauses Daniel Kummer auf die einzelnen Bauphasen zurück. Los ging es mit dem Fällen der Bäume und den Arbeiten im Sägewerk. Zeitgleich wurde das Schnurgerüst aufgestellt, Pflastersteine im Fundamentbereich ausgebaut und Fundamente gebaggert. Mit dem Errichten der Holzbalken und Eisenträger wurde auch der Fortschritt der Arbeiten sichtbar. Außenfassade und Dachdämmung waren zeitaufwendig, vor allem durch die verzögerte Lieferung der nachbestellten Materialien. Zum Schluss kamen die vielen Kleinigkeiten, die man kaum sieht, die aber trotzdem gemacht werden müssen: Abdeckbleche, Türstopper, Garderobenhaken und Fallrohre.anbringen. Unter der Woche waren vor allem die Rentner gefordert, am Wochenende ging es dann mit den jüngeren Helfern weiter.
Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer dankten sie Emmeram Birner der immer dann zur Stelle war, wenn seine kompetente Hilfe gebraucht wurde und Führungsaufgaben übernahm, wenn die beiden Bauleiter verhindert waren. Beendet wurde der Festakt mit dem Singen der Bayernhymne. Danach ging es mit dem Mittagessen und anschließend Kaffee und Kuchen, im und vor dem Anbau bei gutem Spätsommerwetter, weiter.

Pfarrvikar Pater Xavier segnete den neuen Anbau an das Gemeinschaftshaus.
Der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Ehenfeld, Manuel Falk begrüßte die Festgäste und dankte allen ehrenamtlichen Helfern für die Unterstützung bei den verschiedenen Bauarbeiten.

Stellvertretend für alle ehrenamtlichen Helfer dankten die beiden Bauleiter, von re. Thomas Kummer und Daniel Kummer, Emmeram Birner für seine tatkräftige Unterstützung.
Jung und Alt feiert die Ehenfelder Kirwa.
Ehenfeld. (fdl) Das Feiern des Kirchweihfestes hat in Ehenfeld eine lange Tradition. Früher wurde in den Wirtshäusern des Ortes gefeiert. Als aber ab 1994 kein Wirtshaus im Dorf mehr offen war, feierte man ab 1994 beim „Melchmer“ und später beim „Kaspern“ im Stadl. Im Jahr 2000 wurde das Gemeinschaftshaus erbaut und seit dieser Zeit findet die Kirwa dort statt.
Startschuss für das lange Kirwa-Wochenende ist immer am Freitag, mit der Sportheimkirwa, organisiert von Wirtin Hildegard Brunner und ihrem Team. Nicht nur im Gastraum ging es rund sondern auch in den Umkleidekabinen und auf der beheizten Terrasse. Für die gute Stimmung sorgten die Musikanten der „D´ Barsprinter“.
Nach einer sehr kurzen Nacht machten sich die Kirwaburschen um 7 Uhr auf, um im Kirchenwald den Kirwabaum umzusägen. Geschmückt von den Kirwamoidln wurde er um 12 Uhr vor dem Feuerwehrhaus, von den Kirwaburschen aufgestellt. Angeleitet von Franz Birner und Thomas Kummer, geschah dies traditionell mit Goißn. Ausdauer muß man vor allem den Kirwaburschen attestieren, die dann am Nachmittag beim Spiel der 1. Mannschaft, auf der Löschenhöhe aktiv waren und den Zuschauern ein tolles Spiel boten. Ein souveräner Sieg war der Lohn. Dann schnell Duschen, den bereits um 18 Uhr ging es mit dem Festgottesdienst in der Pfarrkirche St Michael weiter, bei dem alle Kirwapaare dabei waren. Zelebriert wurde er von Pfarrer Johann Hofmann und musikalisch umrahmt von jungen Sängerinnen des Kirchenchors. Dann ging es auf zu einem langen Abend im Festzelt am Gemeinschaftshaus, wo ab 20 Uhr die Band „Tschamstera“ den Besuchern mit flotter Musik einheizte. Die Sitzplätze waren alle schnell besetzt, was die vielen Besucher aus dem ganzen Landkreis aber nicht störte, den ab 21 Uhr war dann auch die Bar geöffnet.
Nach dem Sonntagsgottesdienst ging es im Festzelt mit einem Frühschoppen weiter. Das Wetter spielte mit und so wurde das Baumaustanzen um 15 Uhr wieder einer der Höhepunkte der Ehenfelder Kirwa. In diesem Jahr zogen die 27 Kirwapaare zu Fuß auf den Franz-Birner-Platz, vor dem Feuerwehrhaus, angeführt von den „Allerscheynsten“, die mit ihren Instrumenten den Takt vorgaben. Die große Zuschauerschar sah viele neue Tänze, wie „Ausanand-Zuanand“, „Die alte Kath“und „S´Mühlradl“, doch auch Bewährtes wie der „Watschnplattler“ durften nicht fehlen. Oberkirwapaar wurden dann Magdalena Fiedler und Leon Dolles.
Abends gingen dann die Musikanten „D´Spalter“ mit ihren Instrumenten durch das Festzelt und spielten gekonnt auf. Obwohl sich Martin Winkler bemühte die Kirwabaumverlosung so schnell wie möglich über die Bühne zu bringen, konnte er bei der Vielzahl der Preise, die vorgegebene halbe Stunde nicht ganz einhalten. Glücklicher Gewinner des Kirwabaums war Lukas Berndt.
Am Montag, ab 7.30 Uhr ging es in der Küche des Gemeinschaftshauses zu wie in einem Bienenkorb. Die fleißigen Ehenfelder Frauen bereiteten die verschiedenen Speisen vor. Ab 11 Uhr konnte man sich dann Surbraten, Schnitzel nach Wiener Art, gebackenen Karpfen oder saure Bratwürste schmecken lassen. Alle Plätze des Festzeltes und des Gemeinschaftshauses waren schnell besetzt und auch ab 17 Uhr hatten die Bedienungen wieder alle Häde voll zu tun, um die Speisen an die Besucher auszuteilen. Die Möglichkeit digital zu bezahlen wurde von vielen Besuchern genutzt. Abends spielte dann die Band „Dei vo gestern“ auf und sorgte für einen unterhaltsamen Ausklang des Kirwawochenendes 2026 in Ehenfeld. Es ist immer wieder schön, wenn man sieht, wie viele fleißige Helferinnen und Helfer zum Gelingen dieser turbulenten Tage beitragen und wie sich bereits die kleinen Mädchen und Buben auf „ihre“ Kirwa freuen.

Der Kirwabaum wurde am Samstagmittag, auf dem Franz-Birner-Platz, aufgestellt.

Religiöser Höhepunkt der Ehenfelder Kirwa war der Festgottesdienst am Samstagabend mit allen Kirwapaaren.

Im Fußmarsch ging es für die Kirwapaare zum Austanzen des Kirwabaums. Angeführt von den "Allerscheynsten" mit ihren Instrumenten.

Die Kirwapaare nach dem Austanzen des Kirwabaums. Links Stefan Ott, sitzend am Boden, die "Allerscheynsten" mit ihren Instrumenten und erste Reihe sitzend in der Mitte, das Oberkirwapaar Magdalena Fiedler und Leon Dolles.